Jahresrückblick 2019

Das Jahr 2019 wird, wie das Vorjahr, aufgrund großer Hitze in Erinnerung bleiben. Damit verbunden waren auch Brände auf der ganzen Welt. Australien, Amazonas, Notre Dame in Paris aber auch Mecklenburg-Vorpommern und den Kreis Ludwigslust-Parchim hielt der Katastrophenalarm aufgrund des Waldbrandes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen in Atem.

So gestaltete sich das Jahr 2019 aus Sicht der Feuerwehr Grabow:


1. Einsätze:

Hinter den 91 Einsätzen und den darin enthaltenen 52 Bränden, verbergen sich natürlich auch Einsätze beim Katastropheneinsatz in Lübtheen. Insgesamt 7 mal fuhren Kräfte aus Grabow zum Areal des ehemaligen Übungsplatzes.


Noch einmal doppelt so viele Einsätze unter dem Titel "Wald- und Flächenbrand" wurden bekämpft. Bereits im April brannte erstmals im Wald in Zuggelrade. Der letzte Flächenbrand wurde hingegen im Dezember gelöscht. 
Die meisten Gebäudebrände waren Entstehungsbrände, bei denen durch Rauchmelder schlimmeres verhindert wurde. Allerdings kam es auch zu größeren Bränden von Gebäuden, wie dem Dachstuhlbrand in der Kiebitzallee in Grabow und der Schweinemastanlage in Kolbow Grund, bei der 2.500 Schweine ums Leben kamen.

Auch LKW und PKW gerieten in Brand. In den meisten Fällen ist der Einsatzort hier die Bundesautobahn 14. Hier brannten ein PKW und ein Trailer komplett aus. Des Weiteren brannten kleinere Objekte, vornehmlich Container. Auch automatische Brandmeldungen hielten Einzug in die Statistik. Zehnfach stand "BMA" auf den Meldeempfängern der Kameraden. Die Anlagen sind in Krankenhäusern, Verwaltungsgebäuden und der Industrie verbaut.

Auf der anderen Seite arbeitet die Feuerwehr Hilfeleistungen ab. Hier stehen 38 Einsätze in den Büchern. Herausragend war im vergangenen Jahr kein Frühjahrs- oder Wintersturm. Der August brachte zwei Starkregentage mit sich. Hierbei wehte es natürlich auch aber vornehmlich wurden wasserbedingte Einsätze erledigt. Am 27. und 28. August 2019 wurden 15 Wettereinsätze abgearbeitet. Hierbei liefen Unterführungen, Keller und Straßen mit Wasser voll. In zwei Fällen waren Bäume umgestürzt. Ansonsten wurde die Feuerwehr lediglich drei weitere Male zu Sturmschäden alarmiert. Häufig benötigt auch der Rettungsdienst Hilfe bei seinen Einsätzen. In sechs Fällen unterstützte die Feuerwehr mit einer Türöffnung oder Tragehilfe. Vier Personen konnten Feuerwehr und Rettungsdienst im Jahr 2019 leider nicht mehr retten. Auch die Polizei benötigte die Kameraden, einmal zur Bergung einer Wasserleiche und ein weiteres Mal zur Personensuche. Gelegentlich tritt Kraftstoff oder Öl aus und gefährdet die Umwelt. Zur Gefahrenabwehr wurden sechs Ölspuren auf Straße und Wasser beseitigt. Als Einheit im Gefahrgutzug rückte die Feuerwehr auch dreifach in 2019 aus.


Ein Einsatz im Sommer war angeordnet. Die Feuerwehren aus Eldena und Grabow sicherten ein Open Air Festival über ein Wochenende hinweg ab. 

2. Ausbildung:

Einsätze können nur sicher und schnell erledigt werden, wenn die Wehr über einen guten Ausbildungsstand verfügt. Ausbildung wird in der Wehr sowie auf Gemeinde-, Amts-, Kreis- und Landesebene durchgeführt. 

Auch im abgelaufen Jahr besuchten die Kameraden Lehrgänge in den Themen Führung, Atemschutz, Maschinisten und Grundausbildung an den Feuerwehrschulen

Darüber hinaus wurden Ausbildungstage im Städtedreieck, mit den anderen Wehren der Gemeinde aber auch mit externen Ausbildern durchgeführt. Im letzten Jahr war die Ventilation bzw. Belüftung bei Bränden Thema beim Ausbildungstag 2019. Insgesamt wurden mehr als 1.800 Ausbildungsstunden innerhalb der Wehr absolviert. 

Wie bei den Einsätzen angesprochen ist die Feuerwehr Grabow inzwischen Einheit des Gefahrgutzuges Ludwigslust-Parchim West. Auch hierzu wurden Ausbildungsstunden und Lehrgänge erbracht.

  • DEKON II
  • DEKON III
  • 20. Gefahrgut 2

3. Wettkampf:

Eigentlich gibt es kaum mehr ruhige Wettkampfjahre. Da in 2020 erneut die Deutschen Meisterschaften anstehen stand das Jahr im Zeichen der Qualifikation hierfür. Die Vorbereitungen in Sachen Wettkampf begannen dabei schon im Winter. Erster Wettkampf war, wie in den Vorjahren, der Trainingswettbewerb in Asendorf. 

Um einen Titel ging es beim Amtsfeuerwehrtag in Kremmin am 4. Mai 2019 in Kremmin. Dieser Tag war ziemlich erfolgreich. Neben der Teilwertung CTIF (B) gewann die Wettkampfgruppe die Gesamt- und Sonderwertung. 

  • Amt 2019 CTIF 3
  • Amt 2019 LA 2
  • Amt 2019 Sieg

Über den Sommer wurde sich, neben zahlreichen Einsätzen, bei hohen Temperaturen auf den Landeswettbewerb vorbereitet. Dieser fand am 24. August "um die Ecke" in Ludwigslust statt. Erstmalig wurden auch Wettkämpfe in der Firefighter Combat Challenge durchgeführt - auch mit zwei Grabower Teilnehmern. Beim CTIF (B) gewannen die Herren aus Grabow. Der Einsatz hierfür war aber hoch. Der Schlussläufer in der letzten Disziplin brach sich am Hindernis das Bein, schleppte sich jedoch ins Ziel für einen gültigen Lauf.


4. Jugend- und Kinderfeuerwehr:

In Sachen Wettkampf steht die Jugendfeuerwehr den Erwachsenen nichts nach. Auch beim Nachwuchs ist der erste Termin in deren Kalender der Amtsfeuerwehrtag. Hier wurde die Jugend Zweiter, beim darauffolgenden Kreisausscheid verpasste man die Qualifikation zum Landesausscheid mit Platz 8 nur knapp.

  • CTIF 1
  • LA 1
  • Siegerehrung 3


Zu Ostern veranstaltete die Jugendfeuerwehr traditionell das Osterfeuer. In diesem Jahr kam sogar der Osterhase vorbei. 

Neu war in 2019 die Ausbildungsnacht gemeinsam mit dem Ausbildungsdienst der Aktiven Wehr. In den Sommerferien reisten die Jugendlichen in diesem Jahr nach Gallentin. Über das gesamte Jahr hinweg begleitet Feuerwehrtechnische Ausbildung, wie Unfallverhütung und Feuerlöscher. die Jugendfeuerwehr. Im Herbst legten drei Mitglieder die Leistungsspange ab. Beschlossen wurde das Jahr, wie üblich, mit der Weihnachtsfeier.


Im Winter sind Jugend- und Kinderfeuerwehr auch häufig in der Sporthalle anzutreffen. Die Kinder absolvierten hierzu sogar ein Sportfest mit den anderen Kinderfeuerwehren des Amtes. Beim Amtsfeuerwehrtag traten auch die kleinsten Retter an. Auch Sie gestalten ihre Dienste mit Feuerwehrthemen, wie das Absetzen ein Notrufs, Erste Hilfe oder Gerätetraining. Zur Weihnachtsfeier am Jahresende besuchte die Kinderfeuerwehr den Rettungshubschrauber "Christoph 39" in Perleberg.  

Sowohl Jugend- als auch Kinderfeuerwehr suchen weiterhin Mitglieder zwischen sechs und sechszehn Jahren. 

5. Social Media:

Nach Facebook und Twitter inzwischen auch Instagram. Auf den drei Kanälen berichtet die Feuerwehr vornehmlich über Einsätze aber auch über alle weiteren Aktivitäten aller Abteilungen der Wehr. Die Reichweite ist hierbei folgende:


Facebook: 1.348 "Gefällt mir"-Angaben

Twitter: 55 Follower

Instagram: 238 Abonnenten


In allen drei Medien ist natürlich noch Luft nach oben, also sind "Klicks" und "Likes" sehr willkommen. 

6. Fuhrpark, Ausrüstung und Gerät:

Das große Highlight im abgelaufenen Jahr war natürlich die Fahrzeugübergabe des neubeschafften Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) 20. Zur Übergabe am 13.12.2019 waren alle Abteilungen angetreten. Das Fahrzeug ist auf dem neuesten Stand der Technik. Das Chassis stammt vom MAN, der Aufbau von Rosenbauer aus Luckenwalde. Für das HLF musste bisher kein Fahrzeug weichen. Das 30 Jahre alte LF 16-TS verrichtet vorerst weiterhin Dienst in Grabow. 

  • HLF rechts auf_1
  • HLF-Front
  • HLF links offen_1


Mit dem Fahrzeug gelangte auch einiges an neuer Ausrüstung und Gerät nach Grabow. U.a. eine Seilwinde, das Stabilisierungssystem Stab-Fast, ein weiterer Stromerzeuger, ein Hydrex-Feuerlöscher, zwei Ein-Personen-Haspeln oder eine Sicherheitstrupptasche gehören nun zum Inventar. Viel neues Gerät bedarf noch mehr Ausbildung. Daher treffen sich die Maschinisten zusätzlich einmal im Monat zum Sonderdienst. 

Aber auch unabhängig vom HLF wurde neues beschafft oder wie das Einsatztablet von der Ehrenamtsstiftung M-V bereitgestellt. Mit dem Hersteller S-Gard geht die Grabower Feuerwehr ebenfalls einen Schritt in Richtung bestmögliche persönliche Schutzausrüstung. 

7. Danksagung

Der größte Dank geht in diesem Jahr an die Angehörigen der Kameraden. Bei 91 Einsätzen und dabei lang andauernden, wie dem Waldbrand oder dem Unwetter im August fehlt jemand daheim über mehrere Stunden. Dabei dem Ehrenamt positiv gestimmt gegenüber zu stehen verdient große Wertschätzung. 

Darüber hinaus danken wir auch in diesem Jahr allen Förderern und Partnern der Feuerwehr, die mit finanziellen Mitteln oder Sachleistungen die Arbeit der Feuerwehr unterstützen. Auch allen an der Neubeschaffung HLF 20 beteiligten Personen aus Politik, Verwaltung und Ehrenamt verdienen ein Dankeschön. 

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