Jahresrückblick 2021

Beim Rückblick auf 2020 dachte man nicht, dass auch der Rückblick im Folgejahr nicht um das Thema CORONA herum kommt. Die Freiwillige Feuerwehr Grabow hat allerdings auch das zweite Jahr unter Pandemiebedingungen gut hinter sich bringen können. Natürlich machten Erkrankungen mit dem Virus und Quarantänen nicht vor dem Kameradenkreis halt, allerdings wurde die Einsatzbereitschaft stets sichergestellt.

Ungeachtet dessen wird das Jahr 2021, auch aufgrund anderer Fakten, in Erinnerung bleiben. So konnte im August das 100jährige Jubiläum nahezu ohne Einschränkungen gefeiert werden - wir berichteten. Leider mussten wir uns auch von Grabower Ehrenbürger und langjährigen Wehrführer Hans-Heinrich Ewert verabschieden, er verstarb im Alter von 90 Jahren am 2. März.

Im Folgenden soll aber, wie üblich, das Jahr 2021 kurz dargelegt werden:

1. Einsätze:

Im abgelaufenen Jahr rückte die Feuerwehr zu 69 Einsätzen aus (Vorjahr: 63). Auch 2021 überwogen die Hilfeleistungseinsätze (41) die Brände (28).

Machten im Vorjahr Einsätze für den Rettungsdienst noch ein Drittel der Gesamtzahl aus, so waren es im vergangenen schon fast die Hälfte. 18 Türöffnungen und Tragehilfen, auch von Coronaerkrankten, absolvierten die Einsatzkräfte. 13 Hilfeleistungen waren (un-)wetterbedingt, d.h. in Folge von Wind oder Niederschlag. Zur Häufung von Wassereinsätzen kam es Ende Juni nach starkem und ergiebigem Regen. Hinzu kamen Windbrüche im Herbst und Winter. In fünf Fällen wurden Ölspuren beseitigt und bei zwei Verkehrsunfällen konnten die Personen aus den Fahrzeugen, die beide auf der Seite lagen, befreit werden. Gleich zweifach mussten leblose Personen aus der Müritz-Elde-Wasserstraße geborgen werden. Neben diesen Menschen konnte auch einer Person im Zuge einer Türöffnung nicht mehr geholfen werden.

Bei den Bränden war "Gebäudebrand" mit neun Einsätzen das häufigste Stichwort. Meistens konnten Rauchmelder schlimmeres verhindern, nicht so allerdings beim Brand eines Einfamilienhauses in Horst und bei einem Zimmerbrand im Grabower Kießerdamm. Auch eine Gartenlaube brannte in Grabow komplett nieder. Mit sechs Einläufen von Brandmeldeanlagen sind diese Einsatzzahlen auf ein vertretbares Maß herunter gegangen. Ebenso Einsätze in Funktion mit dem Gefahrgutzuges des Landkreises. Fünf mal wurden die Kameraden zu brennenden Fahrzeugen alarmiert, zwei mussten in der Tat gelöscht werden. In sieben Fällen brannte, laut Meldung, Wald bzw. Vegetation. Dies bestätigte sich in fünf Fällen. Beim größten Waldbrand im Kreis -in Wöbbelin- kam das Tanklöschfahrzeug mit seinen 5000 L Wasser zum Einsatz. Dieses fehlte dann in der selben Nacht beim Waldbrand in Grabow. Dennoch konnten die Grabower das Feuer mit Hilfe der verbliebenen wasserführenden Fahrzeuge und Verstärkung aus Wanzlitz löschen. Des weiteren brannten Strohballen- und Reifenstapel.


2. Abteilungen:

Aktuell sind 44 Aktive in der Einsatzabteilung, 35 Nachwuchskräfte zählen zur Kinder- und Jugendfeuerwehr und die Ehrenabteilung zählt 11 Mitglieder.
Ein Personalschwund in den Abteilungen musste trotz Pandemie nicht festgestellt werden, allerdings herrscht aufgrund vielfältiger Interessen und Freizeitangeboten eine gewisse Fluktuation in den Jugendbereichen. Es gab natürlich auch in 2021 Übertritte in andere Abteilungen, sei es von Kinder- zur Jugendfeuerwehr, von der Jugendfeuerwehr zur Einsatzabteilung oder altersbedingt in die Ehrenabteilungen.

Pandemiebedingt begann, der vergleichsweise normale, Dienstbetrieb in den Abteilungen erst zur Jahreshälfte. Neben den der Ausbildung galt es aber auch das Jubiläum vorzubereiten. Dies gelang, sodass Klein bis Groß ihren Anteil zum gelungenen Festwochenende im August beitragen konnten. Den eigentlichen Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr am 21. November, konnten aufgrund der Beschränkungen nicht mehr alle Abteilungen gemeinsam im Rahmen des Stiftungsfests feiern.

Aufgrund der bekannten Ursachen fiel auch die lehrgangsgebundene Ausbildung im Jahr 2021 überschaubar aus. Dennoch konnten Grund- und Fachlehrgänge begonnen und ein weiterer Zugführer ausgebildet werden.

Auch im abgelaufenen Jahr entfielen nahezu alle Wettkämpfe und Ausbildungen. Vieles ist für 2022 erneut angesetzt. Bleibt die Hoffnung, dass diese auch stattfinden können.


3. Öffentlichkeitsarbeit und Außenwirkung:

Bei den Social Media-Kanälen konnte die Reichweite auch im zweiten Coronajahr wiederum gesteigert werden:


Facebook: 1.707 "Gefällt mir"-Angaben (+212)

Instagram: 722 Follower (+264)

Twitter: 124 Follower (+33)


Mitunter hatte die 100-Jahrfeier und die damit verbundene Berichterstattung hierauf positiven Einfluss. Neben gedruckten und digitalen Zeitungsausgaben, Flyern und Plakaten wurde auch im Radio mehrfach über die Feuerwehr berichtet und sogar eine Podcast-Folge aufgezeichnet.

Auch der Feuerwehrförderverein konnte 2021 nach seiner Eintragung im März in die gemeinnützige Vereinsarbeit einsteigen und findet Berücksichtigung bei Spenden. 


4. Danksagung und Ausblick:

Dies leitet auch zum letzten Punkt des Rückblicks über. Auch für das letzte Jahr gilt der Dank allen Mitgliedern der Feuerwehr und deren Angehörige, die viel Zeit in die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und für die Planung des Festwochenendes anlässlich der 100 Jahre investiert haben. Dank geht ebenso an die, die Ihre Arbeit, Sach- und Geldspenden der Feuerwehr Grabow haben zukommen lassen. 


Für 2022 ist viel geplant. Es gibt auch Vieles auf- und nachzuholen. In diesem Jahr steht auch die Wahl eines neuen Vorstandes der Feuerwehr an und eine Gemeindefeuerwehr bestehend aus den Ortswehren Steesow, Wanzlitz und Grabow soll gegründet werden. 

Des Weiteren wird versucht, die Deutschen Meisterschaften nach zwei Verschiebungen nachzuholen sowie Amts- und Kreisfeuerwehrtage wieder stattfinden zu lassen.

Auch Technik und Ausrüstung wird erwartet. So soll eine Großzahl an persönlicher Schutzausrüstung erneuert werden und auch die Beschaffung von Fahrzeugen gemäß des ermittelten Bedarfs rückt näher. 


 


 

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